Virtuelle Messe – so nutzt du die Messe der Zukunft für dein Business

Auf konventionellen Messen kamen allein in Deutschland jedes Jahr rund zehn Millionen Menschen mit gleichen Interessen zusammen. Doch seit der Corona-Krise setzen immer mehr Veranstalter und Aussteller auf die digitale Lösung – die virtuelle Messe. Wie diese virtuelle Event-Plattform genau funktioniert und wie du die virtuelle Messe für dein Unternehmen nutzt, erfährst du in diesem Beitrag.

Virtuelle Messe: Was ist das eigentlich?

Eine virtuelle Messe ist eine Form des Online-Marketings. Für einen begrenzten Zeitraum ermöglicht sie die virtuelle Ausstellung und Demonstration von Waren und Dienstleistungen in einer Online-Umgebung. Sie ist das digitale Äquivalent einer klassischen bzw. realen Messe, bei der Aussteller und Besucher über das Internet miteinander in Kontakt treten.

Der Unterschied zwischen Messe und Ausstellung

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Messe und Ausstellung weitgehend synonym verwendet. Tatsächlich unterscheiden sie sich jedoch voneinander. Eine Ausstellung spricht die allgemeine Öffentlichkeit an. Somit ist sie vorwiegend auf Privatpersonen, also ein Publikum im B2C-Bereich, ausgerichtet. Die Besucher einer solchen Veranstaltung möchten sich inspirieren lassen, die Stimmung genießen und mit Gleichgesinnten eine gute Zeit haben. Eine Messe richtet sich in erster Linie an Fachbesucher aus dem B2B-Bereich. Für diese gewerblichen Nutzer sind Messen weit wichtiger. Sie sind ein Treffpunkt, um sich mit anderen Branchenprofis zu vernetzen und aktuelle B2B-, Vertriebs- und Marketingtrends zu erkunden. Eine Messe spiegelt das aktuelle Marktgeschehen einer bestimmten Branche wider. Wer dabei ist, wird gesehen, stärkt die eigene Marke und generiert vor allem wertvolle Leads.

Online Messen - mehr als nur Zeitgeist

Seit Beginn der Corona-Pandemie stehen die analogen Events vor besonderen Herausforderungen. Viele Veranstalter sagen bereits geplante Events ab oder verschieben diese auf unbestimmte Zeit. Dadurch geht eine große Menge an Umsatz für die Veranstalter, aber vor allem eine unbezahlbare Marketingwirkung für die Aussteller verloren. Messen stellen für Unternehmen eine wichtige Rolle im Marketing und beim Networking dar. Sie haben bei diesen Veranstaltungen die einzigartige Möglichkeit, konkurrierenden Mitbewerbern ebenso wie potenziellen Lieferanten und Kunden face to face zu begegnen. Immer mehr Aussteller gehen jetzt den Schritt in die virtuelle Messe. Dabei sind die Vorteile digitaler Events unabhängig von Corona-Restriktionen markant.

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Zur Geschichte der Virtuellen Messe

Die erste digitale Messe verdanken wir Alan Saperstein und Randy Selman von der Visual Data Corporation. 1993 begannen sie, Stände von Messeaustellern auf Video aufzunehmen. Diese virtuellen Messestände verbanden sie mit den HTML-Standplänen zu einem digitalen Event. Seitdem haben sich die technischen Möglichkeiten stark entwickelt: Von einfachen Online-Verzeichnissen bis zu komplexen interaktiven 3-D-Welten, die mit der VR-Brille erkundet werden können. Die virtuellen Veranstaltungen stehen den traditionellen Vorgängern in nichts nach. Darüber hinaus bieten sie Features, die in der realen Welt so nicht möglich wären. Virtuelle Messen können – wie ihre physischen Gegenstücke – für alle Arten von Ausstellung genutzt werden.

Chancen und Vorteile virtueller Messen

Virtuelle Messen bieten eine Plattform für die großen Marktführer, um ihre neuesten Produkte vorzustellen. Für Start-ups und kleine Unternehmen stellt eine virtuelle Messe eine besondere Chance dar. Diese können mit deutlich geringerem Kostenaufwand als bei herkömmlichen Messen auf sich aufmerksam machen und den Markteinstieg schaffen. Mit einer Preisspanne von 2.500 € bis 50.000 Euro ist für jedes Event eine virtuelle Version möglich. Je nach Zielsetzung und erwarteter Besucherzahl sowie gewünschter Features variiert der Preis. Die virtuellen Events sind ideal für Business-Matchmaker, Beschaffungsmessen oder Produkteinführungen. Natürlich aber auch für andere Anwendungen wie virtuelle Karrieremessen, virtuelle Benefits-Messen oder Venture Capital-Messen. Neben den finanziellen Vorteilen bieten online Messen eine ganze Reihe weiterer Vorzüge. Das Einschalten bequem aus dem Homeoffice, Zeitersparnisse sowie die Vermeidung überfüllter Örtlichkeiten sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Um dir alle Vorteile virtueller Messen näherzubringen, haben wir diesem Thema einen eigenen Beitrag gewidmet. Nun möchten wir jedoch genauer darauf eingehen, wie eine virtuelle Messe funktioniert.

So ist eine virtuelle Messe aufgebaut

Die Struktur einer typischen virtuellen Messe umfasst oft eine Plattform mit einer digitalen Ausstellungshalle. Mit bestimmten Berechtigungen und Fähigkeiten können Besucher diesen virtuellen Raum betreten. In dieser Ausstellungshalle werden – wie bei den analogen Messen – von den Veranstaltern verschiedene ausstellerunabhängige Angebote präsentiert. Das können Keynotes, also Reden von Experten, Interviews oder Podiumsdiskussionen sein. Die dafür genutzten virtuellen Hörsäle sind meistens auch für die Aussteller buchbar. So bieten virtuelle Events neben der einfachen one-to-one Kommunikation mehrere Ebenen der Live-Interaktion. Mithilfe der Live-Streams können die Aussteller ihre Inhalte und Produkte in Web-Konferenzen, Webcasts oder Webseminaren präsentieren. Auch andere Bildungspräsentationen, in denen die Aussteller Inhalte und Produkte erklären, sind denkbar.

Ganz gleich, ob one-to-few, one-to-many oder many-to-many, mit den modernen Tools ist nahezu alles möglich. Daneben können die Aussteller ihre virtuellen Messestände aufbauen und Informationen zu den Produkten oder Dienstleistungen ausstellen. Die Besucher können diese virtuellen Messedisplays dann in der Messehalle sehen und betreten.

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Der Virtuelle Messestand im Profil

Wie ein solcher virtueller Messestand letztendlich aussieht, kann von Anbieter zu Anbieter ganz unterschiedlich sein. Es gibt einfache fotografierte Frontalbilder eines Messestandes oder aufwendig gestaltete Digital Twins. Besonders aber 3-D-Bilder echter Messestände helfen den Besuchern, sich in den Messekontext einzufühlen.

Gemeinsam ist den verschiedenen Umsetzungsmöglichkeiten meist die Anwesenheit von Icons, die per Mausklick verschiedene Reaktionen auslösen können. Zum Beispiel können Besucher eine Kommunikation mit dem Aussteller über eine Sofortnachricht, E-Mail oder einen Sprach- oder Videoanruf einleiten. Mittels der Icons ist zudem die Teilnahme an Vorträgen via Live-Streaming oder digitalen Produktvorführungen möglich. Die Icons können auch Multimedia-Inhalte wie Videos und Audiobotschaften oder andere Diashow-Präsentationen liefern. Mit einer direkten Social-Media-Anbindung ist die Reichweite noch weit über die Plattform hinaus möglich. Durch diese Vielfalt an Features ist es den Besuchern freigestellt, ob sie sich allein über den Aussteller informieren oder in direkten Kontakt mit ihm treten wollen.

So wird eine virtuelle Messe aufgebaut

Um relevante und maßgeschneiderte Inhalte bereitzustellen, nutzen die Aussteller verschiedene Online-Tools. Meist werden diese vom Veranstalter bereitgestellt. Für diejenigen, die auf eine reale Inszenierung nicht verzichten wollen, bieten Premium-Anbieter wie NEYROO unter anderem eine Hybrid-Lösung. Eine digitale Plattform, die echte Events in eine digitale Form bringt und so dem Besucher online zugänglich macht. Dabei liegt der Fokus auf der Live-Kommunikation. Diese ermöglicht zusammen mit einer realen Abbildung der Messestände ein Storytelling wie auf einer physischen Messe. Mithilfe detaillierter Tracking-Mechanismen können die Veranstalter den Verkehrsfluss regulieren. So wird nicht nur ein reibungsloser Ablauf garantiert, sondern auch wertvolle Daten über das Verhalten der Nutzer auf den Events gesammelt.

Virtuelle Messe: Ein Konzept mit Zukunft

Auch in Zeiten von Corona müssen Unternehmen nicht auf eine medienwirksame Präsentation ihrer Produkte und Dienstleitungen auf Messen verzichten. Ob digital, 2-D oder 3-D: das Wichtigste bei einer digitalen Messe ist die Live-Kommunikation und die Möglichkeit interaktiver Teilnahme. Besonders Hybridformen virtueller Portale und realer Live-Events bieten ein echtes Messe-Feeling, ohne auf den Komfort des HomeOffice verzichten zu müssen. Sowohl für Aussteller als auch die Besucher bringen virtuelle Events enorme Kosten- und Zeitersparnisse mit sich.

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